Backlink-Strategien 2015 – Was wirklich noch funktioniert

  • 6. August 2015
  • SEO

Wer bei Google und Co. mehr als einen Blumentopf gewinnen möchte, benötigt nicht nur eine rundum gelungene OnPage-Optimierung. Auch die Technik sollte genauso wie die Nutzerfreundlichkeit auf stabilen Beinen stehen. Das Thema Backlinks dagegen wird von vielen unterschätzt, von vielen wiederum überschätzt. Ein gesundes Maß, die richtige Mischung und viel Wert auf Natürlichkeit – damit können Sie 2015 und auch im kommenden Jahr 2016 punkten. Michael Lengemann, Inhaber von www.die-infografiker.com klärt auf, welche Backlink-Strategie heutzutage wirklich noch funktioniert.

Backlinks im Wandel der Zeit

Wer zur „guten, alten SEO-Zeit“ gehört, der kennt die klassischen Backlink-Methoden allzu gut. Hier ein Artikelverzeichnis, dort noch schnell einen Gästebuch-Eintrag und die Pressemitteilung, die automatisch in 156 Netzwerken veröffentlicht wird, ist auch sehr genial. Heute allerdings sollten Sie einen großen – sehr großen – Bogen um diese Art der Backlink-Generierung machen.

„Content ist King“ – hallt es aus aller Munde. So nervig dieser Spruch auch mittlerweile klingen mag, so wahr ist er allerdings. Richtig angewandt ist „Content“ tatsächlich ein kleines Allheilmittel, aber NUR (und das ist der Clou an der Sache), wenn Sie auch auf die vielen weitere Faktoren achten und diese mit in Ihr Gesamt-Konzept miteinbeziehen.

Früher war es möglich, mit möglichst vielen Backlinks, der perfekten Eleganz des Keyword-Spammens und Texten, die maximal mittelmäßig sein mussten, jede Menge Rankings zu gewinnen. Heute dagegen lächelt uns der Google-Bot nur noch müde an, wenn wir versuchen, durch hartnäckige Überoptimierung zu glänzen oder Backlinks zu generieren, die bereits das Schild „Ja, ich bin kein echter Link“ auf der Stirn kleben haben. Der Bot ist schlauer geworden, angepasster … ist mit der Zeit gegangen.

Sorgen Sie dafür, dass auch Ihre Strategie mit der Zeit geht.

Das Gesamt-Konzept: Ein Rundum-Schlag

Wer erfolgreiche Suchmaschinenoptimierung betreibt, der weiß, dass ein gutes Ranking nicht NUR von OnPage-Optimierung lebt. Aber auch nicht NUR von Backlinks. Erst recht nicht NUR von Texten. Auch nicht NUR von einer schicken Seite. All diese Faktoren bedingen sich in gewisser Weise und das ist der Schlüssel zum Erfolg.

Versuchen Sie das Gesamt-Konzept Ihres Projektes zu erfassen. Arbeiten Sie an einem schicken und mobilfreundlichen Design, welches zusätzlich eine niedrige Absprungrate generiert, dafür aber eine hohe Conversion. Arbeiten Sie daran, exklusive, einzigartige und herausragende Inhalte zu bieten, für den Google-Bot alles Relevante und Wichtige bereitzustellen und für die passende Optimierung zu sorgen. Bringen Sie den Backlink-Aufbau in Schwung, indem Sie optimieren und anbieten, teilweise auch selbst ein wenig Hand anlegen, aber alles in allem in einem Rahmen, der sich dem Projekt entsprechend anpasst.

Wie der aktive Backlink-Aufbau 2015 aussehen könnte

Wer aktiven Backlink-Aufbau betreibt, der weiß, dass 20 DoFollow-Blog-Kommentare wohl nicht der richtige Weg sind. 20 Foren-Links pro Monat einzukaufen trägt auch nicht dazu bei, ein natürliches und sauberes Backlink-Profil zu besitzen. 20 GuteFrage.net-Links zu generieren, weil die so schön einfach sind und den Rest zu ignorieren – auch nicht gut. Eine Pressemitteilung nach der anderen in öffentlichen Portalen veröffentlichen, weil die Meldungen schnell erstellt und leicht für einen Backlink sorgen? Nicht gut.

Nicht die Masse macht’s und auch nicht der Fokus auf eine starke Backlink-Quelle. Stattdessen geht es um vier verschiedene Themen:

  1. Natürliche Vielfalt
  2. Qualität
  3. Themenrelevanz
  4. Regelmäßigkeit

Beim Backlink-Aufbau kommt es demzufolge darauf an, dass Sie sich nicht auf eine Art von Links versteifen, weil diese möglicherweise in der Buchung preiswert oder leicht zu ergattern sind. Das würde keinem natürlichen Backlink-Profil entsprechen, so schade das auch ist. Es macht auch keinen Sinn für Ihr Projekt, wenn Sie nicht monatlich eine Backlink-Quelle fokussieren, sondern alle 3 Monate. Auch das wirkt nicht gut, denn ob monatlich nur eine Quelle oder alle drei Monate nur eine Quelle – unnatürlich bleibt unnatürlich.

Natürliche Vielfalt

Die natürliche Vielfalt eines Backlink-Profils sollte daher 2015 und auch im kommenden Jahr 2016 für Sie oberste Priorität haben. Fokussieren Sie sich nicht auf eine Art von Backlinks, sondern versuchen Sie möglichst breit zu fächern. Dabei sind die folgenden Link-Arten von mittlerer bis sehr guter Qualität und sollten in einem natürlichen Backlink-Profil nicht fehlen.

  • Gastartikel
  • Foren
  • Blog-Kommentare
  • Frage-Netzwerke
  • Pressemitteilung
  • Social Media

Social Media? Ernsthaft? Aber die sind doch NoFollow und bringen doch überhaupt nichts! Ja, das stimmt. Social-Media-Links sind in der Regel absolut NoFollow und bringen auf den ersten Blick nichts. Doch nicht nur hier sollten Sie in jedem Fall einige NoFollow und damit eher unwichtige Links generieren, genauso wie NoFollow-Foren und NoFollow-Blogs und NoFollow-Frage-Netzwerke. Warum? Ganz einfach. Google möchte ein natürliches (!) Profil und kein Profil, das ausschließlich DoFollow-Links enthält. Was denken Sie, bei welchem Backlink-Profil Google wohl eher die Nase rümpft? Bei einem Profil, welches ausschließlich nützliche und massiv viele DoFollow-Links enthält, obwohl das Projekt erst fünf Wochen alt ist? Oder das Backlink-Profil, bei dem es kontinuierlich Links gibt, die sowohl Do- als auch NoFollow sind und breit gefächert über zahlreiche Quellen verteilt sind?

Sehen Sie!

Qualität

Bei der Qualität trennt sich die Spreu vom Weizen. Die einen Webseiten-Betreiber sind überzeugt, dass es auch preiswert geht und buchen munter ihre 5-Euro-Backlinks in Foren. Blöderweise kommt es bei diesem Preis häufiger dazu, dass ein Backlink auch gerne einfach mal mitten im Text Abendkleider platziert wird. Ja, so ungefähr sieht dann ein Backlink mit dem Money-Keyword Abendkleider aus, welches blöderweise auch noch in einem SEO-Forum platziert wird. Ob Google dieser Link gefallen wird?

Qualität bedeutet, dass Sie nicht auf Teufel komm raus Backlinks generieren, sondern auf die Qualität der Seiten schauen. Es ist nicht wichtig, dass das Forum, bei dem Sie einen Backlink setzen können, PR 5 hat. Viel besser ist es, wenn das Forum absolut themenrelevant ist und Ihr Beitrag mit dem Link hilft, Mehrwert bietet und die Fragen der Nutzer beantwortet. DAS bringt Erfolg – und zwar auf zwei Ebenen. Google bewertet Links besser, die zusätzlich noch geklickt werden – hohe Relevanz und Traffic, was von einer guten Qualität zeugt. Zeitgleich erhalten Sie ernsthaft interessierte Besucher, die im Bestfall auch noch direkt auf Ihrer Seite shoppen gehen. Perfekt!

Das Thema Qualität zieht sich dabei durch alle Sparten des Backlink-Aufbaus. Setzen Sie nicht auf qualitativ schlechte 5-Euro-Links in Foren oder auf Blog-Kommentare, die zwar mit allem zu tun haben, aber absolut nicht mit Ihrem Ziel-Thema. Setzen Sie nicht auf Presseportale, die Ihre Pressemitteilung in 100 Netzwerken veröffentlichen (mit Duplicate Content und sehr schwacher Qualität), sondern sparen Sie stattdessen auf ein Netzwerk, welches echte Kontakte vorweist und genau auf Ihre Zielgruppe zugeschnitten ist. Nehmen Sie nicht den erstbesten Artikel-Platz, wenn Sie auf der Suche nach Gastartikeln sind. Ein kostenloser Link (möglicherweise im Tausch im Dreieck) ist zwar verlockend, kann aber – wenn die Gegenseite eher von minderer Qualität ist – auch negative Auswirkungen haben. Statt mehrere billige Gastartikel zu kaufen, obwohl die Linkqualität sehr schlecht ist oder überhaupt keine Themenrelevanz gegeben ist, macht weniger Sinn als einen qualitativ sehr guten Link zu buchen, der dafür nachhaltiger und stärker ist.

Themenrelevanz

Da wären wir auch schon beim nächsten Thema, der Themenrelevanz. Google möchte, dass Backlinks nicht nur qualitativ sind, sondern auch themenrelevant. Versuchen Sie daher stets, möglichst großen Bezug zu Ihrer eigenen Seite herzustellen und lassen Sie sich – sofern Sie es beeinflussen können – nicht von Seiten verlinken, die absolut nichts mit Ihrem Thema zu tun haben.

Regelmäßigkeit

Beim letzten Thema scheitern viele Webseiten-Betreiber bereits seit Jahren. Viele Betreiber investieren entweder am Anfang eines Projektes sehr viel Zeit oder auch Geld, um sich um den Backlink-Aufbau zu kümmern. Hier ein Link, dort ein Link, schöne Qualität und auch ein netter Mix aus Do- und NoFollow.

Nach zwei Monaten ebbt das Interesse am Projekt allerdings ein wenig ab und die Lust, selbst Backlinks zu generieren, geht gen Null. Das Projekt liegt brach und das Backlink-Profil stürzt ein, denn von alleine kommen die Links nicht – außer Sie starten Content-Kampagnen und veröffentlichen beispielsweise eine professionelle Infografik, die Sie anschließend per E-Mail-Marketing verbreiten und so kostenfreie Gastartikel-Plätze starker und themenrelevanter Seiten generieren.

Setzen Sie nicht auf Content-Kampagnen, dann ist es stattdessen wichtig, dass Sie selbst am Ball bleiben. Zum Start und dann erst wieder nach sechs Monaten Backlinks generieren, sieht im Backlink-Profil alles andere als natürlich aus. Sorgen Sie daher für einen kontinuierlichen und regelmäßigen Aufbau oder veröffentlichen derart interessante und spannende Inhalte mit Mehrwert, dass die Backlinks auch von alleine – und zwar während der Flaute-Phasen – generiert werden.

Ein Gastbeitrag von: Michael Lengemann ist Infografiker mit Herz und Seele. Auf seiner Seite www.die-infografiker.com bietet er ansprechende und günstige Infografiken, mit denen sich kinderleicht Backlinks generieren lassen.

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